Donnerstag, 31. Dezember 2015

31.12.2015 Potosí

Die Fahrt von Uyuni nach Potosí führte durch phantastische Berglandschaften. Da hatte der Reiseführer nicht zuviel versprochen. Ich hatte aber unglaublich mit der Müdigkeit zu kämpfen - sicher immer noch wegen der Höhe. Es hätte etliche Stellen gegeben, an denen sich ein Fotostop gelohnt hätte. Während der Fahrt aus dem Fenster heraus wollte ich nicht knipsen. Dafür hat mir Potosí auf Anhieb gefallen: nicht zu Unrecht UNESCO Kulturerbe. Eine Altstadt mit kolonialer Architektur - und ein freundlicher und friedlicher Charme. Im Kleinbus vom Bus Bahnhof grüßten die Zugestiegenen mit "Buenos Tardes", die Stadt ist voller Leute - aber es ist ja sich Silvester. Ich habe ein preiswertes Hotel gefunden für um die 8€  mit eigenem Bad - in einem solchen alten kolonialen Haus, das leider etwas runter gekommen ist. Dafür war das Personal sehr sympathisch. Ich werde wenigstens 2 Tage bleiben.
Nachdem ich mein Gepäck abgeladen hatte, bin ich mit meiner Schmutzwäsche gleich wieder in die Altstadt, um eine Wäscherei zu finden. Ich musste etwas durch die schönen alten Gassen ziehen, ehe ich was gefunden hatte. Abends kann ich mein Zeug dann wieder abholen.
Inzwischen war ich weiter durch die Straßen gebummelt, habe mir die Kathedrale angesehen und war auf den Turm geklettert - mit einer persönlichen Führung auf spanisch. Ich bin inzwischen wieder so gut drin in der Sprache, dass ich fast alles verstanden habe. Hier jetzt die Highlights des Tages bisher auf Fotos von einer der einstmals reichsten Städte der Welt (dank den Silberminen des Cerro Rico):

31.12.2015 Uyuni, vor der Abreise

Seit 6 Uhr bin ich wach. Ich habe mich erst einmal wegen der Weiterreise schlau gemacht: Busse nach Potosi fahren fast stündlich ab, so dass ich es heute sehr entspannt angehen kann. Meine warme Sympatexjacke soll sich auch noch im Jeep gefunden haben, so dass ich ohne Verluste hier weg komme.

Das Frühstück war erst 8 Uhr und sehr dürftig für den Zimmerpreis von 120 Bolivar.
Das hätte ich mir dann doch sparen können.

Wenn ich nachmittags in Potosi ankomme, sind in Deutschland die meisten schon beschwippst. Die Busfahrt soll beeindruckend sein...

30.12.2015 wieder in Uyuni

Der dritte Tag war auch nochmal großartig. Morgens 4 Uhr bei bitterer Kälte aufstehen, frühstücken und dann Aufbruch zu den Geysiren bzw. Fumarolen. Weiter zu wunderschönen Lagunen, Vulkanen, heißen Quellen und bizarre Felsen. Lamas, Vicunas, Flamingos, Nandus gab es zu sehen. Zwei schwere Verkehrsunfälle mit anderen Jeeps gab es heute - man sieht, wie gefährlich Bolivien ist. Ein Frontalzusammenstoss mit einem LKW im aufgewirbelten Sandstaub, ein schwerer Überschlag mit Totalschaden. Für uns blieb der Tag toll. Am Abend nachdem ich im Hotel Julia eingecheckt habe, sind wir alle zusammen nochmal Lama essen gegangen, Jason hat auf seiner chinesischen Geige gespielt und schließlich haben wir uns verabschiedet. Was für eine tolle Truppe!

29.12.2015 irgendwo in der Wüste, 4350m ü.M.

Nachts war ich wieder mit Schlafstörungen aufgewacht. Das Kauen von Coca-Blättern hat geholfen, dass ich wieder einschlafen konnte. Und dann begann kurz vor 7 Uhr ein phantastischer Tag. Wir frühstückten in fröhlicher Runde und starteten dann zu einer langen Tour durch die Wüste. Atemberaubende Landschaften, farbige von Bergen und Vulkanen umgebene Lagunen, rosa Flamingos, bizarre Felsformationen, kleinere Salzwüsten, ... Mehr werden die Fotos zeigen. Ich habe viel zu viele gemacht. Heute ging es auf fast 4600m hoch, ein heftiger Hochgebirgswind wehte seit dem Nachmittag. Und den Sonnenuntergang haben wir wieder verpasst. Aber es war eh zu kalt für Fotos.