Sonntag, 20. Dezember 2015

20.12.2015 La Paz, Hostal Naira

Das Hostel liegt genial am Plaza San Francisco. Ich habe ein schönes Zimmer und das Personal ist total nett.
Es nieselt und war daher kein schöner Empfang hier. Der Flughafen ist schäbig und die ersten Eindrücke der Stadt sind auch nicht gerade einladend. Aber es ist eine quirlige Stadt - ich habe schon hunderte von den typischen Indio Frauen mit den zu kleinen Melonenhüten gesehen, als ich mit dem Minibus für 0.50€ hier runter fuhr. Viele hatten Babys auf dem Rücken. 

Mein Hostel liegt übrigens direkt neben der prächtigen Iglesia San Francisco. Das ist herrlich. 

... Auf dem Flug hatte anfangs ich wieder tief und fest geschlafen. Als es in die Anden ging wurde ich wach - und den Titicacasee konnte man auch herrlich durch die Wolken sehen.

Ich genieße für einen Augenblick mein Bett und dass ich WLAN habe. Dann erstmal unter die Dusche und ab in die City. Die Luft ist dünn hier - es ist deutlich zu spüren, wie hoch La Paz liegt.

Ich bin bis fast 20 Uhr durch die Stadt gelaufen - ein nicht enden wollender Markt, der sich durch alle Straßen zieht. Überall die Indio-Frauen in ihren weiten Röcken. Bunt und quirlig. Die Autos und Busse kamen dort nur im Schritttempo durch, alles mit Abgasen verpestend. Ich kaufte mir Getränke und Brötchen, die sehr lecker schmeckten. Später noch was süßes vom Konditor und ein knuspriges frittiertes Teilchen. Es gab sogar einen Weihnachtsmarkt mit Krippenfiguren und anderer Dekoration. Leider keinen Glühwein. Ich habe mir eine klitzekleine Krippe aus gebranntem Ton gekauft und eine leere Krippe aus Stroh. Eigentlich sollte ich nicht gleich am ersten Tag shoppen. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich die schönsten Dinge später nicht wiederfinde. Die ganzen Straßen des Viertels waren ziemlich verwahrlost und herunter gekommen. Erst ganz am Schluss fand ich eine schöne Ecke mit kolonialen Häusern. Zwischendurch konnte ich immer mal schneebedeckte Berge sehen und die Sonne kam sich mal raus. 

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