Bin ich vielleicht fertig! Nachdem ich am morgen ohne Frühstück gegen 6.15 Uhr losmarschiert war, nahm ich mir ein Taxi für 100 Boliviano und ließ mich eine Stunde bis nach Yampupata gegenüber der Isla del Sol fahren. Von dort sollte meine Wanderung zurück nach Copacabana starten. Ja - ich bin immer noch nicht ganz an die 3800m über dem Meeresspiegel angepasst. Zum Glück hatte ich die Wanderstöcke mit. Das machte es mir leichter, das auf und ab zu bewältigen. Dazu kam später die extrem brennende Sonne. Noch in Yampupata kaufte ich mir 3 Brötchen für je 5 Cent - eigentlich sollte das die Tagesration sein. Schließlich bin ich mir noch nicht sicher, was mein Stoffwechselproblem bewirkt. Sicher aber auch fehlende Kraft. Ich fand tolle Aussichtspunkte, an denen ich Pausen einlegte. In Sicuani lernte ich Hilario kennen, einen netten alten Guide, der auch im "lonely planet" zu finden ist. Ich saß eine weile bei ihm und er zeigte mir dann stolz die Sammlung seiner Postkarten aus aller Welt. Eigentlich bietet er Touren mit dem Schilfboot an oder fährt Touristen auf die Isla del Sol. Man kann aber auch preiswert bei ihm übernachten. Aber ich hatte ja einen anderen Plan. Meine erste längere Pause machte ich dann bei einer Lourdes Grotte mit einer Virgen. Das letzte Stück dorthin führte über einen Jahrhunderte allen gepflasterten Inka-Pfad. Lama hütende Kinder waren auf mich aufmerksam geworden und folgten mir - um mir die Grotte aufzuschließen. Im Umfeld war alles voller Glasscherben - die Leute feiern offensichtlich die Jungfrau Maria mit Sekt. Ich legte mich dort auf eine Bank und versuchte etwas zu schlafen. Schließlich war ich dir 5 Uhr wach, als mich die Vögel und das erste Tageslicht weckten. Meine Kondition war trotz der langen Pause schlecht. Die Sonne War extrem und mein Wasser stillte wieder einmal den Durst nicht: mir fehlten Minerale. Ich folgte dem Inka-Pfad bis ans Ufer und folgte dort der Uferlinie über Steine und Kies. Eine Weile später fand ich dann eine schwimmende Insel, die für Touristen ein Restaurant bildete. Nur in Peru leben die Menschen noch auf diesen sich in den Wellen wiegenden Plattformen. Dort versorgte mich ein Bier mit den nötigen Mineralien und eine leckere frittierte Forelle gönnte ich mir trotzdem - der Ort war zu malerisch. Von da an wanderte ich zu einer weiteren Insel, wo ich mir eine Cola gönnte. Und dann kam der Endspurt über 3km zum Hotel. Da liege ich jetzt flach. Völlig kaputt.
Und gegen die Sonne muß ich mir heute was kaufen - heute half nur Sonnencreme und Improvisation.
Mittwoch, 23. Dezember 2015
23.12.2015 Yampupata - Copacabana
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