Die Wanderung hat sich gelohnt und die zwei Tage waren gut für einen Eindruck. Ich hatte wegen der vielen Eindrücke und der recht frühen Zeit schlecht einschlafen können. Aber irgendwann war ich dann auch richtig weg und wurde früh gegen 6 Uhr wach. Bis 6.30 Uhr blieb ich noch im Bett - dass es nachts geregnet hatte, hatte ich im Schlaf mitbekommen. Aber es wurde ein toller Morgen und ein toller Tag. Kurz vor 7 Uhr hatte ich mein Zimmer bezahlt und war auf den Beinen. Etwas über eine Stunde hatte ich gebraucht, um den Krater zu verlassen. Es gab noch einmal schöne Blicke über die Landschaft - aber lange nicht mehr so schön wie gestern. Nachdem ich den Kraterrand erreicht hatte, ging es in wesentlichen nur noch bergab oder geradeaus - kurz nach halb zehn kam ich mit meinen letzten Tropfen Wasser in Quila Quila an. Dort gab es Getränke und eine Festlichkeit zu Ehren des wohl ersten Indio Bürgermeisters Tomás Katari, der 2002 gestorben war. Der 8.1. ist sein Ehrentag und zahlreiche Leute hielten Reden auf Spanisch und Qetchua. Vor der Kirche wurde ein kleines Ehrenfeuer angezündet, vielleicht zur Erinnerung an seinen Tod. Dazu spielte dann die obligatorische Blaskapelle verschiedene Hymnen und Musik. Die Kirche ist von 15xx, und ich konnte die mir noch ansehen, als der Zug von Menschen sich hinter den Musikern in Richtung Marktplatz bewegte. Dort wurde noch lange geredet und gefeiert. Es gab bisschen was zu essen - einen leckeren Eintopf und Brot kaufte ich mir. Durch die Feier verzögerte sich die Abfahrt des Lasters, der eigentlich 10.30 Uhr losfahren sollte. Schließlich erwischte ich einen anderen, der schon von Maragua oder einem anderen Dorf kam so gegen 11.40 Uhr. Die Fahrt führte wieder durch wunderbare Landschaften - war allerdings wieder das reinste Suizidkommando. Die kurvenreiche Strecke durch die Berge war angsteinflößend. Hoch und runter - diesmal mehrmals und Asphalt fing erst in Sucre an. Ich war dann froh, heil angekommen zu sein. Die Sonne hatte erbärmlich heiß auf die Ladefläche geschienen und ich habe wieder einen Sonnenbrand in den Armbeugen. Dafür hielt der Bus fast in der Innenstadt keinen Kilometer von meinem Hotel entfernt. Ich habe geduscht, mein Gepäck umgepackt für morgen, etwas Wäsche gewaschen und bin jetzt fertig für den nächsten Stadtbummel. Aber laufen will ich jetzt nicht mehr wirklich weit.
Mein Hotel hier ist übrigens auch richtig toll für 100 Boliviano - außer dass mein Fenster zum Innenhof geht und sich nicht abdunkeln läßt - nur eine Gardine gibt mir Privatsphäre. Aber ich habe mein eigenes Bad - und Frühstück weiß ich noch nicht. Gegenüber ist der Markt , wo es preiswert Essen gibt.
Freitag, 8. Januar 2016
08.01.2016 zurück in Sucre
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